ÜBERALL IST WUNDERLAND (NEU!)

Joachim Ringelnatz

"Es ist so traurig", schrieb Erich Kästner, "dass sich die meisten angewöhnt haben, über Ringelnatz als einen Hanswurst und Suppenkasper zu lachen. Merken denn so wenige, dass man einen Dichter vor sich hat?" Heute, 133 Jahre nach der Geburt von Hans Gustav Böttcher in Wurzen nahe Leipzig, erkennt man in diesem "schief in die Welt gebauten" Dichter, Kabarettist und Maler einen der größten Melancholiker der deutschen Literatur. So wie Kurt Tucholsky das schon 1927 tat, als er in "manchem Blankverschen Ringelnatzens tiefstes Leid" empfand: "man kann dasselbe auch sehr ernst sagen, aber dann ist es nicht mehr so wirksam".
Ringelnatz - die Leistung seines kurvigen Lebens war mindestens so groß wie sein Dichtwerk - war eine verletzliche Seele, die selbst an Land irgendwie immer auf See blieb. Unter seinen Füßen sollte lebenslang der Boden schwanken - was nicht nur daran lag, dass er sich oft und gründlich besoff. Er war ein Humorist, aber einer, der wusste, dass Komödien im Grunde Tragödien sind, die absurderweise gut ausgehen. Oder, wie wiederum Tucholsky über Ringelnatz schrieb, "welche Affenkomödie darin steckt, dass es weiter geht, dass es immer weiter geht."

Mit Rainer Furch an Vers und Prosa und Albert Koch an der Mundharmonika

"Giese, Furch und Koch zauberten nicht nur poetische Stimmungen, sondern mit ihrer repräsentativen Auswahl ein faszinierendes Lebens-und Zeitbild. Große Klasse!"
Die Rheinpfalz, 12.1.2017


















































































































































































































































































































































  LEBEN HEISST, BEHARRLICH EINER ERINNERUNG NACHZUSPÜREN (NEU!)

Ein Portrait des Literaturnobelpreisträgers Patrick Modiano

Der französische Romancier Patrick Modiano, geboren 1945 in Paris und dort lebend, wurde in Deutschland erst 1985 durch die Übersetzung von Une jeunesse (Eine Kindheit) durch Peter Handke bekannt. 2014 erhielt Modiano den Literaturnobelpreis für sein rund 30 Romane umfassendes Werk, dass es nicht nur hierzulande immer noch zu entdecken gilt.

Modiano ist ein Meister der Erinnerungsliteratur, ein Erinnerungsfetischist. "Die Trauer um die verlorene Zeit, um die Vergangenheit, die nie wieder zurückkehrt, um die Menschen, die man verloren hat, die tot sind, das macht sein Werk aus", befand Gerrit Bartels vom Berliner Tagesspiegel und Iris Radisch (Die Zeit) vergleicht seine Bücher "mit Lichtzeichen längst erloschener Sterne".

Die Lesung will etwas von dem poetisch-traurigen und süchtigmachenden Modianosound zu vermitteln. Dreh-und Angelpunkt ist Modianos Stockholmer Rede "Die Kunst der Erinnerung", in der er mit seltener Klarheit und Offenheit über sein Leben und Schreiben Auskunft gibt. Dazwischen Kostproben aus einigen seiner Romane (Das Café der verlorenen Jugend, Dora Bruder, Die kleine Bijou, Ein Stammbaum, Aus tiefstem Vergessen u.a.) und im Wortlaut auch eines seiner raren Interviews.

Es lesen Madeleine Giese und Rainer Furch



  DIE ODYSSEE

"Nenne mir, Muse, den Mann, den vielgewandten, der vielfach wurde verschlagen, seit Trojas heilige Burg er eroberte…."

Nach der Ilias ist Homers um 700 v. Chr. entstandene Odyssee das älteste Werk der griechischen und damit abendländischen Literatur. 12200 Hexameter in 24 Gesängen erzählen die zehnjährige Irr-und Heimfahrt des listenreichen Trojabezwingers Odysseus und seiner Gefährten. Odysseus: göttlicher Dulder und verwegener Abenteurer, treuer Ehemann und Freund schöner Frauen...
Die Blendung des Kyklopen Polyphem, die Überwindung der verführerischen Sirenen, der frevelhafte Diebstahl der Sonnenrinder, Skylla und Charybdis, die Aufenthalte bei der Göttin Kalypso und der Zauberin Kirke, schließlich die Heimkehr nach Ithaka, der blutrünstige Freiermord, das Wiedersehen mit der Gattin Penelope – die Odyssee ist nicht nur ein zeitlos spannender Mythos, sie ist die Mutter aller Abenteuer- und Heldengeschichten.

"Die ganze Odyssee in 70 Minuten? Rainer Furch und Madeleine Giese bewiesen das sehr eindrucksvoll. Da wurde zum einen der Text durch die Handlung elegant zusammenfassende Einschübe ordentlich gekürzt, der Rest aber durch den Vortrag in verteilten Rollen und Unisonorezitation höchst dynamisch umgesetzt. Sparsame klangliche Untermalungen durch akustisches Kleingerät wie Schellen und Regenrohr rundeten die intensive Darbietung ab."
Rheinpfalz, 20.01.2014



  DER KLEINE PRINZ von Antoine de Saint-Exupéry

Ein Meisterwerk der Weltliteratur

Wer kennt sie nicht, die Geschichte des Piloten, der in der Wüste notlanden muss und dort den kleinen Prinzen trifft?

Der kleine Prinz ist ein Weltreisender. Seine Reise ist eine Flucht, veranlasst durch die unglückliche Beziehung zu einer Rose. So reist er nun von Planet zu Planet, von Mensch zu Mensch, von Situation zu Situation. Er lernt und will verstehen, tut sich aber nicht leicht damit, weil wir – die großen Leute, die Erwachsenen – es ihm nicht leicht machen, in unserem Handeln einen Sinn zu erkennen. Er ist ein Suchender und ein Angekommener, er fragt, er beobachtet, er zieht seine Schlüsse. Er ist ein Spiegel, den jede Generation neu vor ihre Wirklichkeit hält, um mit Spannung zu erfahren, was sich darin zeigt.

Dieses Märchen um Liebe, Freundschaft und Tod ist nicht nur eine szenische Lesung, sondern, mit den ungewöhnlichen Mitteln des Schattentheaters, eine visuelle Reise zu den Sternen und ihren Bewohnern.

"Was Furch und Giese boten, war weit mehr als eine Lesung: Es war ganz große Kunst....Mit den ungewöhnlichen Mitteln des Schattentheaters unternahmen sie eine Reise zu den Planeten und ihren Bewohnern, blickten mit den Zuhörern zurück in das Reich kindlicher Unschuld, schenkten eine Weite des Herzens und Tiefe des Träumens zurück....Herrlich verlebendigte Giese mit krächzender Stimme den einsamen, vergreisten, nach Autorität heischenden König, trefflich charakterisiert sie den dumpfen Säufer, der seinen eigenen Anblick nicht mehr ertragen kann.....Giese und Furch haben mit dieser großartigen Darstellung mit Sicherheit viele neue Freunde gewonnen."
Rheinpfalz, 01.10.2012




  EIN HERING LIEBT EINE AUSTER

Die schaurigschönsten Balladen und Moritate aus sechs Jahrhunderten

Eine spannende, eine traurige, eine schaurige Geschichte, eine, die das Gemüt bewegt, die uns dasBlut in den Adern gefrieren, die alle Zuhörer enger zusammenrücken lässt, und deren Bilder noch lange im Gedächtnis bleiben —das macht eine gute Ballade aus.
Goethe, der sich mit Freund Schiller einen regelrechten und sehr fruchtbaren "Balladenwettstreit" lieferte, definierte: " Eine Ballade ist episch, lyrisch und dramatisch zugleich." Herz, was willst du mehr!
Auch die kleinen buckligen Schwestern der Ballade, Bänkelsang und Moritat, unterhalten, erschüttern und entzücken desto besser, umso entsetzlicher und verrückter die geschilderten Ereignisse.

EIN HERING LIEBT EINE AUSTER versammelt Highlights aus sechs Jahrhunderten, Klassiker und Kabinettstücke, Komisches und Kurioses. Neben Goethe und Schiller, Hebbel, Heine, Mörike, Meyer und Fontane sind Verserzählungen und Lieder von Busch, Wedekind, Brecht, Tucholsky, Ringelnatz, Kästner, Kreisler und Franz-Josef Degenhardt mit von der Partie.

Es sprechen, singen und spielen Madeleine Giese und Rainer Furch, am Klavier umrahmt und untermalt von schaurigschönen Klängen.

"Wenn Literatur Realität wäre, dann müsste aus der Stadtbücherei ein ganzer Haufen Leichen abtransportiert werden. Hier wurden Menschen zerhackt, aufgehängt, ertränkt oder erschlagen. Und das alles vor hell entzücktem Publikum."
Teckbote Kirchheim, 18.08.2008

"Ein fulminanter Balladenabend, den man auch jungen Leuten als Einstieg in diese Kunstform wünscht…tosender Applaus."
Rheinpfalz, 15.11.2010




  NICHTS BLEIBT - UND ALLES IST VON DAUER!

Ein Erich Kästner Programm über die Natur und die Natur des Menschen

Spötter und Moralist, Publizist, Dichter und Kinderbuchautor, Zeitzeuge in der inneren Emigration, bekennender Pessimist und Menschenfreund, Großstädter mit ungebrochener Liebe zur Natur, einer der meistgelesenen Schriftsteller Deutschlands – Erich Kästner.
Sein Gedichtzyklus "Die 13 Monate" sind Dreh-und Angelpunkt dieses Programms, in dem der unverwechselbare "Kästnersound" in Vers und Prosa mit der in allen Gefühls-und Tonlagen singenden Bluesharp eine ungehörte Liaison eingeht.

"Man müsste wieder spüren: Die Zeit vergeht, und sie dauert, und beides geschieht im gleichen Atemzug. Der Sinn der Jahreszeiten übertrifft den Sinn der Jahrhunderte. Die zweite Austreibung aus dem Paradies hat stattgefunden. Und Adam und Eva haben es diesmal nicht bemerkt. Sie leben auf der Erde, als lebten sie darunter. Ausflüchte sind keine Auswege. Schussfahrten sind Ausflüchte. Was, nun gar, könnten ein paar Verse vermögen? Es hatte, wieder einmal und wie so oft, das letzte Wort - das kleine Wort Trotzdem."

An der Mundharmonika: der Blues-Harp-Spieler Albert Koch
An Vers und Prosa: die Autorin und Schauspielerin Madeleine Giese und der Schauspieler Rainer Furch

"Eine kongeniale Hommage an den zeitlosen Zeitgenossen Kästner."
Die Rheinpfalz, 22.9.2016




  ES IST NUR TINTE

Briefe aus sieben Jahrhunderten von Liebenden für Liebende

Auch im Zeitalter von Mail, Chat, Twitter und SMS: Liebesbriefe sind unsterblich. Sofern sie nicht der Wut und Enttäuschung eines Verlassenen zum Opfer fallen. In ihnen, weil zumeist nicht zur Veröffentlichung bestimmt, spiegeln sich die ungezählten Komödien und Tragödien unseres Lebens unmittelbar. Ob nun Lucrezia Borgia und Maria Stuart gefühlig schwelgen, Mozart schweinigelt, Napoleon eifersüchtelt, Kleist moralisiert, Dostojewski um eine Geld- und Goethe um eine Weinsendung bitten, George Sand und Simone de Beauvoir zärtlichst ihre Liebe gestehen, Oscar Wilde bittere Bilanz zieht, Ulrike Meinhof oder Che Guevara ihren Kindern schreiben – jede Zeile soll die Abwesenheit der geliebten Person/en ersetzen.

ES IST NUR TINTE ist ein vielstimmiges Hörspiel von Liebenden (nicht nur) für Liebende, begleitet und angetrieben von Musik mit Wiedererkennungsgarantie, einem Potpourri der populärsten Liebeslieder, Lovesongs und Schmachtfetzen des 20. Jahrhunderts. Es lesen die Autorin Madeleine Giese und der Schauspieler Rainer Furch (Pfalztheater Kaiserslautern), Dritter im Bunde ist Pianist und Tasten-Tausendsassa Viktor Portnoy.

"Madeleine Giese und Rainer Furch boten dem begeisterten Publikum Komödien und Tragödien im Schnelldurchlauf."
Teckbote, 15.8.2005

"Pointiert vorgetragen gibt das Künstler-Duo Einblick in die ungezählten Komödien und Tragödien, die sich in diesen Briefen spiegeln, mal dramatisch, mal witzig, mal nachdenklich....ein berührendes und bewegendes Programm."
Rheinpfalz, 14.9.2012




  EIN SOMMERNACHTSTRAUM

Shakespeares Stück und Mendelsohns Musik

William Shakespeares Traumspiel ist nach wie vor (und zu jeder Jahreszeit) Renner auf allen Spielplänen:
Der eifersüchtige Elfenkönig Oberon und sein Kobold Puck stiften amouröse Verirrungen und -wirrungen, daß es eine pralle Lust ist. Im zauberischen Wald bei Athen himmelt Gemahlin Titania einen Esel an, zwei Liebespaare verzanken sich bis hin zur Rauferei und   tumbe Handwerker proben ein Stück zu Ehren der bevorstehenden Fürstenhochzeit. Amor ist blind und drum wird allen übel mitgespielt  - bis hin zum bittersüßen Happy End.
Kaum siebzehn Jahre jung komponierte Felix Mendelssohn seine Sommernachtstraum-Ouvertüre, von derem anhaltenden Publikumserfolg beflügelt er später die vollständige Schauspielmusik folgen ließ. Eine kongeniale Mischung aus elisabethanischer Dichtung und dem Geist der deutschen Romantik ist so entstanden.

In knapp zwei Stunden wird diese zu Gehör gebracht, in kleiner Besetzung, aber komplett.
Das Schauspieler-Duo Madeleine Giese und Rainer Furch liest sich spielend durch alle Rollen und die Konzertpianistin Sachiko Furuhata-Kersting macht aus dem Klavier ein Orchester.

"Das scheinbar mühelose Ergebnis war bestechend lebendig: der minimalistische Ansatz wurde dem Stück mehr gerecht als manche Inszenierung."
Allgemeine Zeitung Bad Kreuznach, 27.09.2005

"Ein Highlight….so macht Shakespeare richtig Spaß."
Die Rheinpfalz, 24.08.2010




  ES ZOGEN DREI LUSTIGE HANDWERKSLEUT

Eine musikalisch-literarische Hommage an das Handwerk

Ein traditioneller wie innovativer und faszinierend vielfältiger Wirtschaftsbereich, der eng mit unser aller Alltag verknüpft ist - das war und ist das Handwerk.
Mittels Anekdoten, Balladen, Geschichten, Sprüchen, Witzen und nicht zuletzt zahlreichen Liedern - "Es, es, es und es", "Lustig lustig, ihr lieben Brüder", "Am Sonntag da isst der Meister Bohnen", "Rochlitzer Steinmetzlied", "Hobellied" und vielen anderen - unternehmen wir einen gut einstündigen Streifzug durch fünf Jahrhunderte Handwerksgeschichte bis in die Gegenwart.
Ob Schneider, Bäcker, Brauer, Schuster, Friseur oder Klempner – alle werden sie gewürdigt und bekommen (liebevoll) ihr Fett weg. Den "goldenen" musikalischen Boden dafür bereitet Alexandra Maas auf dem Akkordeon, u.a. mit virtuos waghalsigen Variationen über "Schneiders Höllenfahrt".
Fast fünf Millionen Handwerker gibt es derzeit in Deutschland, über 150 Ausbildungsberufe bietet diese "Wirtschaftsmacht von nebenan", vom Änderungsschneider bis zur Zupfinstrumentenmacherin.
Positive Aufmerksamkeit erregt die derzeit laufende Imagekampagne der Handwerkskammer mit Schlagzeilen wie: " Offizieller Partner der Evolution", "Gestern hinterm Mond, heute auf dem Mars" oder "Am Anfang waren Himmel und Erde. Den ganzen Rest haben wir gemacht".
(Gut) Klappern gehört bekanntlich auch zum Handwerk...

"Passend zu dieser Zeitreise durch die Handwerkskunst war die Bühne gestaltet: Schubkarre, Holzböcke, Schaufel, Hammer, Säge, Steine…Madeleine Giese und Rainer Furch schlugen in ihrer Auswahl die Brücke zwischen Tradition und Moderne…witzig, humorvoll und pointiert. Ein Abend, der Laune macht."
Rheinpfalz, 31.08.2011




  EUROPA IN 90 MINUTEN

Gedichte, Lieder und Musik aus allen 28 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union

Schauplatz war Kreta und Zeus war schuld. In Stiergestalt ent - und verführte er die phönizische Königstochter Europa. Ein Kontinent erhielt seinen Namen.
Die sich ständig erweiternde EUROPÄISCHE UNION mit ihren aktuell 28 Mitgliedsstaaten, über 500 Millionen Einwohnern und 23 Amtssprachen wurde in den Fünfziger Jahren gegründet, zur Förderung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit und um den ständigen Kriegen zwischen Nachbarn ein Ende zu bereiten. Trotz Währungskrise und Rettungsfonds: eine Erfolgsgeschichte.

EUROPA IN 90 MINUTEN ist eine musikalisch-literarische Odyssee und eine kurzweilige Schnitzeljagd mit Gedichten, Sagen, Märchen, Liedern und Melodien aus allen Zeiten durch die heutige EU. Mit klarem Ziel und gutem Ausgang. Jedes (!) Mitgliedsland wird bereist. Eine Auswahl der Dichter und Komponisten: Cervantes, Shakespeare, Michelangelo, Brel, Beckett, Prevert, Pessoa, Kreisler, Kafka, Lindgren, Tranströmer, Andersen, Chopin, Monti, Beethoven uva.
"ReiseleiterIn" sind die Autorin Madeleine Giese, der Schauspieler Rainer Furch und die Akkordeonistin Alexandra Maas.
So viel Europa in eineinhalb Stunden war nie - und dazu noch bei hervorragender CO 2-Bilanz…

"Das Konzept war mehr als schlüssig und basierte auf gründlichen Recherchen…mit Bravour trafen die drei das das jeweils charakteristische Idiom in Literatur und Musik….eine reizvolle und kurzweilige Reise, eine 90-minütige Europa-Wundertüte."
Die Rheinpfalz, Reiner Henn, 29.03.2012




  MACHE MIR EIN WENIG LÄRM VOR!

Lieder, Duette, Klavierwerke und Briefe von Fanny und Felix Mendelssohn

Mit diesen Worten forderte der alte Goethe in Weimar seinen zwölfjährigen Gast auf, ihm auf dem Klavier vorzuspielen.
Für Robert Schumann war Felix Mendelssohn (1809-1847) "der Mozart des 19. Jahrhunderts", Nietzsche geringschätzte ihn als "schöner Zwischenfall der deutschen Musik", Richard Wagner giftete gar etwas von "Verkörperung jüdischer Sentimentalität".
Es wird soviel über Musik gesprochen und so wenig gesagt, möchte man mit Mendelssohns eigenen Worten entgegnen. Heute sind viele Werke des schon zu Lebzeiten erfolgreichen "Wunderkinds" fester  Bestand des Musiklebens, "Sommernachtstraum" und "Italienische" sind regelrechte Hits, kein deutscher Männergesangverein ohne  "Wer hat Dich, Du schöner Wald" oder "O Täler weit o Höhen". Und doch: Immer wieder erscheint er als ein Unterschätzter, Ver-und Unbekannter. Um wieviel mehr gilt das für seine nicht weniger begabt komponierende Schwester Fanny (1805-1847).
In Briefen, Tagebucheintragungen und Rezensionen ist MACHE Mir EIN WENIG LÄRM VOR (mit diesen Worten forderte der alte Goethe den zwölfjährigen Felix auf, ihm auf dem Klavier vorzuspielen) ein schillerndes Geschwister-Portrait. Beide waren leidenschaftliche, scharfzüngige und offenherzige Schreiber, zugleich entsteht ein differenziertes Bild der gesellschaftlichen und musikalischen Verhältnisse der Biedermaierzeit.
Lieder, Duette und Klavierwerke von Felix und Fanny machen diesen Abend schließlich zu einem Dialog in Wort und Ton.

"Die programmatische Idee war originell und die Realisation sensationell…stimmungsvolle Lebensbilder, bewegte Seelenzustände."
Die Rheinpfalz, 7.10.2004




  DEUTSCHLAND SCHAFFT MICH

Eine Textcollage zur Integrationsdebatte

Im ITWM Fraunhofer Institut Kaiserslautern hatte diese einstündige Textcollage im Rahmen der "Langen Nacht die Wissen schafft" 2011 Premiere –
wütende, hilflose, traurige, provozierende und vor allem scharfsinnig und klar argumentierende Reaktionen, Statements und auchPolemiken auf Sarrazin und Co.
Autoren wie Wladimir Kaminer, Feridun Zaimoglu (und selbst "Klassiker" Gotthold Ephraim Lessing), Journalisten und vor allem "normale" MitbürgerInnen diskutieren, definieren und hinterfragen Schlagwörter wie Toleranz, Zuwanderung, Integration, Islamisierung und Religionsfreiheit.
Eine bei aller Brisanz unterhaltsamen Lesung inklusive Einbürgerungstest für alle….

"Es ergossen sich Fakten, literarische Kostproben und theatralische Szenen wie aus einem Füllhorn…präsentiert mit hohem persönlichen Einsatz und eindringlicher Deklamation."
Die Rheinpfalz, 1.10.2011




  WIE WINDESWEHEN IN GEMALTEN BÄUMEN

Ein musikalisch-literarisches Portrait der Dichterin Mascha Kaleko

Mascha Kaleko, Jüdin, wurde 1912 in Galizien als Tochter eines russischen Vaters und einer österreichischen Mutter geboren, wuchs in Berlin auf und war dort eine literarische Berühmtheit, bewundert u.a. von Hermann Hesse und Thomas Mann.
In den 30er Jahren waren ihre ironischen, zärtlichen, melancholischen, sarkastischen "lyrischen Stenogramme" in aller Munde, ihre wenigen Gedichtbände waren (und sind wieder) Bestseller. Wiewohl ihre Verse an Kästner, Tucholsky, Ringelnatz und Heine erinnern - ihr Ton ist unverwechselbar und macht süchtig.
Vor den Nazis floh Mascha Kaleko 1938 mit ihrer Familie nach New York, lebte später in Israel und starb vereinsamt und nahezu vergessen in Zürich.
Ein Portrait aus Briefen, Tagebuchnotizen, Erzählungen und Gedichten -
am Flügel begleitet und untermalt mit Kompositionen u.a. von Mendelssohn, Gershwin, Beethoven, Hollaender, Garner, Ellington, Weill und Chopin.

"Mein schönstes Gedicht ? Ich schrieb es nicht. Aus tiefsten Tiefen stieg es, ich schwieg es."

"Fast zwei Stunden lasen Giese und Furch ein Gedicht schöner, stimmiger, leichter, weiser und tröstlicher als das andere…die zahlreichen Musiken kommentierten sensibel, trieben an, sorgten für emotionale Wechselbäder."
Die Rheinpfalz, 23.5.2007




  IM NIEMANDSLAND

Die Alzheimererkrankung im Spiegel der Literatur

Wie ist eine Welt ohne Gedächtnis? Ohne Erinnerung an die eigene Geschichte? Wie erleben es die betroffenen und beteiligten Personen, wenn Namen verloren gehen, wenn der Bezug zu Zeit, Orten und Menschen schwindet?
Dies ist ein mühevoller Abschied bereits zu Lebzeiten, über den die Betroffenen nichts oder nur teilweise berichten können. Über eine Million Alzheimer-Kranke gibt es in Deutschland, eine Heilung ist zur Zeit noch nicht möglich, immerhin gibt es neue wirksame Medikamente, die das Fortschreiten der Krankheitssymptome verlangsamen.
In der Literatur gibt es einige berührende Beispiele der Auseinandersetzung mit der Alzheimer-Erkrankung. Madeleine Giese und Rainer Furch haben einige davon zusammengetragen und eine Lesung daraus gemacht, die bei allem gebotenen Ernst auch durchaus unterhaltsam und spannend ist - eine keineswegs nur düstere Spurensuche in Sachen Alzheimer und Demenz.
Zu hören sind neben  Gedichten von Hölderlin, Fried und Rilke Passagen aus Jeffrey Moores  preisgekröntem Roman "Die Gedächtniskünstler" (beide Eltern des kanadischen Schriftstellers erkrankten an Alzheimer), Auszüge aus einem Interview mit Arno Geiger ("Der König in seinem Garten") sowie ein Gedächtnistest.
Kernstück der Lesung bilden Auszüge aus dem autobiographischen Roman "Elegie für Iris" (verfilmt mit Judi Dench und Kate Winslet): der Oxford-Professor John Bayley beschreibt mit einer gehörigen Prise schwarzen (und typisch britischen) Humors das Leben an der Seite seiner an Alzheimer erkrankten Frau, der berühmten englischen Romanschriftstellerin Iris Murdoch. Da steht die Frage, wie herum ihre Unterhose gehört (bei seinen hilflosen Anziehversuchen) gleichrangig neben der, was eigentlich die Erinnerung ausmacht.   

"…sehr gelungene Konzeption…eine keineswegs nur düstere Spurensuche wider das Tabuisieren…"
Die Rheinpfalz, 25.11.2008




  WIE MAN SICH BETTET SO LIEST MAN

Ein dramatisches Leseduett

"Die Einzigen, die deine Liebe lohnen, die immer da sind, dich zu trösten, die immer auf dich warten: die Bücher." So wie der Autor Jakob Haringer haben viele leidenschaftliche Leser über ihre Passion geschrieben, Goethe natürlich ("Ich habe 80 Jahre zum Lesenlernen gebraucht, und kann noch jetzt nicht sagen, daß ich am Ziel wäre"), Fontane, Proust, Brecht, Kästner...
Im dramatischen Leseduett WIE MAN SICH BETTET SO LIEST MAN kommen sie und viele andere zu Wort, wollen Lesehunger wecken.
Wie halten Sie es? Mit Kafka, der fordert, "ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene Meer in uns", mit Humanist Erasmus, der mahnt, "der Umgang mit Büchern bringt um den Verstand" oder dem spöttelndem Lichtenberg: "Manche Leute lesen bloß, damit sie nicht denken müssen."
Tröstlich dagegen der Romancier Daniel Pennac: In seinen ZEHN RECHTEN DES LESERS findet sich neben dem "Recht, irgendwas zu lesen" auch das "Recht, nicht zu lesen". Das Verb "lesen" duldet eben, wie das Verb "lieben", keine Befehlsform. Lesen lässt sich nicht vorschreiben und die Zeit zum Lesen ist, wie die Zeit zum Lieben, immer gestohlene Zeit. Aber, so stehts in der Bibel, bei Johannes:"Selig sind die da lesen."


"Staunenswert, was die beiden versierten Vorleser da alles zusammengetragen haben, wo sie fündig geworden sind…macht Lust auf mehr."
Badische Neueste Nachrichten, 30.08.2006




  DIE BIBEL

Von Adam und Eva bis zum Weltgericht in 75 Minuten

Eine Lesung nicht nur für Kirchen: Rainer Furch hat eine Auswahl der schönsten Geschichten aus der Heiligen Schrift in einer Lesung versammelt. Eine Lesung, die ohne jede äußere Inszenierung auskommt, ganz auf das ehemals, immer noch und wieder vertraute Wort setzend.
"Er hat die Bibel beiseite gelegt," schrieb Stefan Zweig und meinte sich und uns, " als er an Gott zu zweifeln begann, und seit damals, da sie ihm nicht mehr das heilige Buch schien, war sie ihm überhaupt keines mehr. Nie schlägt er sie vielleicht mehr auf und vergißt, daß dieses Buch auch neben der Religion schön ist und auch jenseits des Glaubens heilig als eines der edelsten Kunstwerke der Welt."
Die Übertragung entspricht der revidierten Ausgabe der Luther-Bibel von 1984.




  KEIN WORT AUF MEINER ZUNGE, DAS DU NICHT SCHON WÜSSTEST

Die Bibel in den Worten deutscher DichterInnen

Nach seinem Lieblingsbuch befragt antwortete der Dichter und Dramatiker Bertolt Brecht: "Sie werden lachen – die Bibel!".
Um sein Ziel zu erreichen zitiert selbst der Teufel aus der Bibel, heisst es bei Shakespeare und schließlich Mark Twain: "Die meisten Menschen haben Schwierigkeiten mit den Bibelstellen, die sie nicht verstehen. Ich muß zugeben, daß mich gerade jene Bibelstellen beunruhigen, die ich verstehe:"
KEIN WORT AUF MEINER ZUNGE DAS DU NICHT SCHON WÜSSTEST ist ein musikalisch-literarisches Programm, welches neben einigen der schönsten poetischen Stellen aus der Bibel viele Nach-, Um- und Weiterdichtungen deutscher DichterInnen zu Gehör bringt, u.a. von Johann Wolfgang Goethe, Conrad Ferdinand Meyer, Heinrich Heine, Nelly Sachs, Rainer Maria Rilke, Else Lasker-Schüler, Bertolt Brecht und Thomas Mann.
Der renommierte Musiker Johannes Vogt ( Heidelberg) umspielt, kommentiert und kontrastiert mit Kompostionen auf der Laute und Theorbe.

"In der eindringlichen und virtuosen Rezitation von Madeleine Giese und Rainer Furch, einzeln und im Dialog, wurde die Bibel zur Kunstform...Johannes Vogt auf der Theorbe erwies sich als Meister seines Fachs"
Rheinpfalz, 28.11.2011




  DIE ELIXIERE DES TEUFELS

Schaurigschöne Balladen und Geschichten aus Kloster- und Kirchenmauern

Bertrams Totengesang, Königin Eleonorens Beichte, Der traurige Mönch überschreiben sich die Balladen in diesem Programm, das in jedweder Kirche oder Kapelle am rechten Platz ist. Natürlich erst nach Einbruch der Dunkelheit und am besten bei Kerzenbeleuchtung…
E.T.A. Hoffmanns Geschichte vom sich dem Leibhaftigen verschreibenden Mönch liefert das Motto für einen Reigen gruseliger Texte auf geweihten Böden. Heine, Uhland, Fontane, Meyer, Lenau vertreten die (Spät-)Romantik, Umberto Eco, der unangefochtene Meister des "Klosterkrimis" und insbesondere der polnische Philosoph Leszek Kolakowski mit seiner bösen und brillanten "Pressekonferenz des Dämons in Warschau" sprechen für die nicht minder unheimliche Gegenwart.
Am Akkordeon begleitet und untermalt Alexandra Maas.




  FAUST

Ein musikalisch-literarischer Streifzug durch fünf Jahrhunderte

Um Johann (oder Georg) Faust, geboren 1480 im württembergischen Knittlingen, gestorben 1540 in Staufen/Breisgau, eine der größten und schillerndsten deutschen Legenden, dreht sich dieses Programm. Seit mehr als 500 Jahren entzündet die Figur des sinnsuchenden Doktors, maßlosen Forschers, Magiers, Hochstaplers und Teufelsbündlers wilde Phantasien und setzte unzählige Federn in Gang. Sein Zeitgenosse Trithemius, zauberkundiger Abt des Sponheimer Klosters, nannte Faust "einen leeren Schwätzer und betrügerischen Strolch, würdig ausgepeitscht zu werden", wohl auch, weil er "als Schulmeister in Kreuznach begann, mit Knaben die schändlichste Unzucht zu treiben". Faust, eine Proteusgestalt - im berühmten "Volksbuch" erscheint er als eine Art mittelalterlicher David Copperfield, der nach Belieben Menschen und Dinge verschwinden und wieder erscheinen lässt. Marlowe, Shakespeares Zeitgenosse, schreibt die Sage als erster zum Drama um, formt Faust zum unruhigen Revolutionär – englische Komödianten bringen den Stoff so nach Deutschland, eine Serie von Puppenspielen und Schauspielen folgen. Die Faustgestalt, ob nun von Klinger, Lessing, Grabbe, Heine, Lenau oder Thomas Mann portraitiert, wird ein dankbarer Katalysator für die zentralen Probleme der jeweiligen Zeit. Goethe, der die Sage als Kind in einer Puppenspiel-Aufführung in Frankfurt kennenlernte, unternahm es schließlich in seiner zeitlos aktuellen Dichtung, das Schicksal von Faust mit dem Schicksal der Menschheit zu verbinden.

Madeleine Giese und Rainer Furch begeben sich hier, unterstützt von der Konzertpianistin Sachiko Furuhata-Kersting, auf eine spannende Textlese. Quer durch fünf Jahrhunderte und mit Goethe als Dreh- und Angelpunkt, geht es unterhaltsam und dramatisch nur um Faust und Mephisto, ob im Puppenspiel, Drama oder gar in einer Ballettdichtung. Musikalisch "eingeheizt" wird u. a. mit Liszts Mephisto-Walzer sowie Auszügen aus Robert Schumanns Faust-Szenen und Gounods Faust-Oper Margarete.

"Verweile doch, du bist so schön! Ein wunderbarer Abend zum Staunen und Gruseln."
Öffentlicher Anzeiger Bad Kreuznach, 20.10.2007




  WAS DIE ZAHLEN ERZÄHLEN

Die Mathematik in der Literatur

Der Titel ist Programm dieser 2010 für die "Lange Nacht die Wissen schafft" erstellten und im Fraunhofer ITWM Kaiserslautern erstmals zu hörenden Collage aus Texten, Zitaten und, ja, Formeln, von Daniel Kehlmann ("Die Vermessung der Welt"), Robert Musil, Albert Einstein, J. W. Goethe, Heinrich Heine, Mascha Kaleko uva.
Nur zwei Buchstaben trennen die Literatur von der Mathematik: Ist bei dieser das Zählen Ausgangspunkt aller Betrachtungen, steht bei jener das Er-Zählen im Zentrum.
Vielleicht verhalten sich Mathematik und Literatur wie jene zwei Parallelen, von denen es heisst, dass sie sich im Unendlichen schneiden. Fest steht: die Mathematik ist mittlerweile ein fast populäres Thema in der Belletristik.
Für jeden Fall gilt die Einsicht Albert Einsteins: "Nicht alles, was gezählt werden kann, zählt, und nicht alles, was zählt, kann gezählt werden."
Eine garantiert unterhaltsame Lesung - auch für Nichtmathematiker und Mathematikgeschädigte.




  FRAU SEIN IST SCHÖN, MACHT ABER VIEL ARBEIT

Eine Lesung mit Texten von Frauen. Über Frauen. Für Frauen.

Die Welt ist voll von flügelstarken Schwestern, pestizidsüchtigen Hausfrauen, wahnsinnigen Schauspielerinnen, gebärfreudigen Monsterweibern und grauenhaften Müttern, dass man nur sagen kann: Mann, haben wir ein Glück, dass wir Frauen sind!
Madeleine Giese spielt und liest Texte von u.a. Hedwig Dohm, Hannelore Kaub, Susanne von Paczensky, Franca Rame, Christine Westermann, Mascha Kaleko.

"Unterhaltung auf gehobenem feministischem Niveau mit höchst amüsanten Texten und Szenen, die den Alltag und das Leben an sich vor dem Hintergrund `gereiften weiblichen Bewusstseins´ porträtieren."
Esslinger Zeitung, 10.4.2000




  SEIN ODER NICHTSEIN

Eine dramatische Lesung in 27 Aufzügen über Sinn und Unsinn des Theaters

"Theatermachen ist ein Akt der Liebe" sagt der Regisseur George Tabori, "Theater ist die Hölle" meint der Dramatiker Thomas Bernhard, "dem Mimen flicht die Nachwelt keine Kränze" heißt es bei Klassiker Friedrich Schiller und der kürzeste Theaterwitz lautet: "Zwei Schauspieler gehen an einer Kneipe vorbei!"
Von der (Hass-)Liebe zu den weltbedeutenden Brettern handelt diese dramatische Lesung. SEIN ODER NICHTSEIN versammelt Texte aus 500 Jahren Theatergeschichte mit einem Schwerpunkt auf der Gegenwart. Zu hören ist eine Collage aus Interviews, Anekdoten, Sprüchen, Monologen, Kritiken, Theorien und Geschichten - eine unterhaltsame und sehr subjektive tour d´horizon.
Mit dabei sind u.a. die Klassiker Goethe, Schiller und Shakespeare, die Dramatiker Bernhard, Ostermeier, Tabori, Turrini, die Regisseure Thomas Ostermeier, Peymann, Brook, Reinhardt, Castorf, die Schauspieler Minetti, Voss, Quadflieg, Ganz und Boysen im Verein mit Rezensenten, Theaterliebhabern, Theaterhassern und -süchtigen, die Kaiserslauterer Autorin Madeleine Giese mit ihrem Theaterkrimi "Das Spiel heißt Mord" und als Gast: der große Josef Kainz vom Burgtheater Wien.
Alle kommen sie zu Wort: Schauspieler, Stückeschreiber, Regisseure und auch die (beckmessernden) Kritiker, theatralisch, nachdenklich, großsprecherisch, verzweifelt.

"Dieser Abend war nur köstlich. Auch wenn der Ausspruch `Wer kann der kann, wer nicht kann, wird Kritiker´ diesem Fazit drohen sollte…dicker Bravo-Applaus."
Die Rheinpfalz, 15.08.2008

"Ein selbstironischer, absolut authentischer Abend, der keinen Augenblick Gefahr lief, nur die Insider zu bedienen."
Badische Neueste Nachrichten, 20.3.2003




  HAND AUFS HERZ

Die neuen Leiden des alten B.

Monolog von und mit Rainer Furch. Regie Susanne Schmelcher

Blutdruck messen, Kalorien zählen, Puls fühlen, BMI checken – wer sich zu sehr um Gesundheit sorgt, wird krank. Aus einem Unbehagen wird ein Unwohlsein, die Schmerzen werden chronisch und zur peinigenden Qual. Bernd, Midlifecrisiserprobt, weiß genau: Ab 40 ist jeder krank oder noch nicht genügend untersucht. Aber ein Hypochonder, nein das ist er nicht! Er hat klare Symptome.

Wieviel Leben ist in den Jahren? Sind die Ersten die Letzten, die den Löffel abgeben müssen? Ist der Tod nur noch eine Frage des Lebensstils? Früher lieferten wir den Zehnt unter Zwang beim Fürsten ab, heute opfern wir den Zehnt vom Netto der Gesundheit. Freiwillig. Alle Welt sorgt sich um Gesundheit und Wohlbefinden: Workout, Walken, Edelsteinbalance, Schüßler-Salze, Wellness-Painting, Engel kontaktieren... Und bloß keinen Alkohol, nur nicht Rauchen, Kuchen geht gar nicht und Pizza war gestern.

In seinem kabarettistischen Monolog stellt Rainer Furch Kranksein, Gesundheits- und Fitnesswahn auf den Prüfstand. Nachdenklich, komisch und zugleich bitter ironisch redet sich sein Protagonist um Kopf und Kragen.

"Da hockt dieser Mann mittleren Alters im Wartezimmer seines Arztes und fragt sich, was er hat. Ist er bloß ein eingebildeter Gesunder, in dem schon längst eine tödliche Krankheit wuchert oder ein Hypochonder wie Woody Allen, der sich von den Propagandastrategien der Gesundheitsindustrie und seiner eigenen Panik ins Bockshorn jagen lässt? In einer Stunde wird diese Frage mit allen möglichen Themen durchdekliniert, am Beispiel von Essen, Trinken, Rauchen, Sex, Sport, Wellness, Muckibuden, Rentnern, Reisen, Ängsten, Aids, Armut und Pommes frites. Der Monolog hat Tempo, Witz und Biss, formal schwankt er zwischen Kleinkunstbühne und großer
Bühnenkunst. Gerade, wenn man sich zu fragen beginnt, wo das Stück denn nun eigentlich hin will, gewinnt es...eine philosophische Tiefendimension und aus den höchst vergnüglichen Niederungen kabarettistischer Unterhaltung erwachsen schöne und durchaus ernste Reflektionen über den Tod.... Ein temporeicher Streifzug zwischen Kabarett und Theatermonolog, vom kleinen Zipperlein bis zum großen Tod."
SWR 2 / Journal am Abend vom 15. Juni 2010 / Theo Schneider

"Eine darstellerische Glanzleistung....in einem raffinierten Regieschachzug der ohnehin sehr wirkungsvollen Inszenierung von Susanne Schmelcher wird durch Umdrehen der psychiatrischen Couch eine Art Sarg... In dieser Charakterstudie zieht Rainer Furch alle Register seines vielseitigen Könnens: Mal rhetorisch sprudelnd wie ein Wasserfall, dann manisch depressiv wirkend, mit beissendem Spott, nachdenklich, selbstironisch..."
Rheinpfalz / 16.06.2010 / Reiner Henn

"Brilliant"
Allgemeine Zeitung Mainz , 17.9.2012

http://www.theaterverlaghofmann-paul.de/theaterstuecke/hand-aufs-herz




  DIE ZEIT STEHT STILL, WIR SIND ES DIE VERGEHEN

Dieser Vers der Dichterin Mascha Kaleko (welcher nebenbei Einstein poetisch auf den Punkt bringt) ist Titel und Thema eines musikalisch-literarischen Programms über die ZEIT. Laut Brockhaus ist sie (die sprichwörtlich alle Wunden heilt und bei Hamlet aus den Fugen ist) das im menschlichen Bewusstsein verschieden erlebte Vergehen von Gegenwart zu Vergangenheit sowie von erwarteter Zukunft zu Gegenwart. Madeleine Giese und Rainer Furch nehmen sich und stehlen ihnen genau eineinhalb Stunden zwecks unterhaltsamen Zeitvertreib mit Texten über die Zeit aus allen Zeiten. Von Heraklit bis Michel Houllebecq. Eineinhalb Stunden, neunzig Minuten, 5400 Sekunden: Alles hat seine Zeit, die Uhr läuft, das Metronom tickt: Wem Zeit ist wie Ewigkeit und Ewigkeit wie Zeit, der ist befreit von allem Streit, wusste vorzeiten schon der Mystiker Jakob Böhme. Und auch das stimmt: Man verliert die meiste Zeit damit, dass man Zeit gewinnen will. Also halte man sich an diesen Witz: "Sie haben eine Karte für den Bummelzug, sitzen aber im Expreß. Sie müssen nachzahlen!"-"Nein, wozu? Fahren Sie langsamer, ich habe Zeit." Und am Piano sucht Sachiko Furuhata-Kersting mit zeitlosen musikalischen Kabinettstücken der physikalischen Zeit ein Schnippchen zu schlagen.

"Selten vergehen eineinhalb Stunden so kurzweilig."
Gmünder Tagespost, 3.11.2004




  DER WEG IST DAS ZIEL

Wanderlesung auf dem Jakobsweg

Seit rund eintausend Jahren machen sich Menschen auf den Weg nach Santiago de Compostela im Nordwesten Spaniens. Ziel der nach wie vor ungezählten Pilger ist des Grab des Apostels Jakobus, dem Lieblingsjünger Jesu, der im Jahr 44 hingerichtet wurde und dessen Leichnam auf wundersame Weise vor Santiago ans Ufer gespült wurde.
Im Laufe der Jahrhunderte bildeten sich feste Routen nach Santiago heraus, ja bald war der ganze europäische Kontinent von einem verschlungenen Weggeflecht überzogen.
Doch der "Camino" ist nicht nur ein Weg des Glaubens, sondern auch ein Weg der europäischen Kunst und Kultur. Ausgehend von Speyer, einem bedeutenden Wallfahrtsort, führten und führen auch durch Rheinland-Pfalz einige dieser Pilgerpfade, deren Wegführung oft durch eine Jakobsmuschel gekennzeichnet ist.

Madeleine Giese, Autorin und Schauspielerin (Rowohlt und Aufbau Verlag), sowie Rainer Furch, Schauspieler am Pfalztheater Kaiserslautern, haben nun eine ebenso unterhaltsame wie informative "Wanderlesung" erstellt und präsentieren diese vor Ort und per pedes: Auf einer besonders schönen Wegstrecke gibt es an mehreren Stationen Texte rund um den historischen Jakobsweg sowie über das Wandern und Unterwegssein im Allgemeinen - eine unterhaltsame und informative literarische Rast, bei der selbstredend auch Auszüge aus Hape Kerkelings "Ich bin dann mal weg" nicht fehlen dürfen.

Dauer der Lesewanderung ca. zwei Stunden und nach Absprache. Das Angebot richtet sich besonders an Firmen, Vereine und sonstige Gruppen. Gerne erstellen wir mit Ihnen eine individuelle Tour und Lesung.




  FINSTER WARS, DER MOND SCHIEN HELLE

Ein Lesespaziergang bei Fackelschein

Als Kulisse braucht es nichts als einen "romantischen Flecken", eine zerklüftete Burgruine, ein einsames Tal mit rauschendem Bächlein, einen verträumten Waldsee... Wenn dann die Dämmerung ihre Flügel spreizt und die Schatten zu leben beginnen, spazieren wir los – und lesen bei flackerndem Fackelschein. An unterschiedlichsten Schauplätzen, denn die Natur ist Bühne, und so wird ein Findling zur Klippe, ein Bach zum Meer, eine Höhle zur Kathedrale.
Schiller, Goethe, Hebbel, Meyer heissen die Meister im Erzeugen von Gänsehaut, nicht minder "schröcklich" sind aber auch die Balladen und Moritaten vom eiskalten Gasanstaltsdirektor, vom gar nicht so edlen Schinderhannes, und dem lüsternen Metzgerlehrling Paul und zum Schmunzeln schließlich bringen nicht nur manche Verse des "Bänkelsängers" Heinz Erhardt ...
Dauer des Lesespaziergangs etwa zwei Stunden bzw. nach Vereinbarung.

"Mit allen Sinnen ließ das Duo Furch/Giese lieben und kämpfen. heroisieren und verzaubern, vor allem jedoch haufenweise heftigst sterben und ermorden….Sie können es einfach."
Rheinpfalz, 18.06.2011




  DA STEHT IM WALD GESCHRIEBEN EIN STILLES, ERNSTES WORT

Ein Lesespaziergang durch den Wald

O schöner, grüner Wald,/ Du meiner Lust und Wehen/ Andächtger Aufenthalt!
Wir nehmen Eichendorff beim Wort, spazieren durch das grüne Zelt und hören (untermalt von Vogelzwitschern und Blätterrauschen) Gedichte und Prosa über den Wald, den man ja bekanntlich vor lauter Bäumen...
Angefangen bei Matthias Claudius und Shakespeare über Goethe, Mörike und Novalis bis hin zu Robert Walser, Mark Twain, Heinz Erhardt und Robert Gernhardt.
Wer also schon immer Friedrich Hölderlins Gesang "Die Eichbäume" unter eben diesen hören wollte, oder wissen will, was es mit den "Buch-Staben" auf sich hat, ist herzlich willkommen.
Dauer der Wanderlesung je nach Wunsch (und Wald) zwei bis drei Stunden.




  DIE GANZE WELT RIECHT NACH PFEFFERNÜSSEN

Eine Lesung zur Advents- und Weihnachtszeit

Was haben Heinrich Waggerl, Kurt Tucholsky, Erich Kästner, Friedrich Wolf, Bertolt Brecht, Mascha Kaleko und Oscar Wilde gemeinsam? Sie haben, wie viele andere, über Weihnachten geschrieben.
Im ersten Teil der Lesung dreht sich in Gedichten und kleinen Geschichten alles um die Adventszeit gestern und heute.
Erzählt wird vom ersten Schnee, der Herkunft der Weihnacht und ihren Bräuchen, alten Punschrezepten, geretteten Weihnachtsgänsen und dem ewigen Ärger mit den Geschenken. Und auch, was Weihnachten fern von allem Rummel bedeutet.
Im zweiten Teil wird das Märchen DER GLÜCKLICHE PRINZ von Oscar Wilde gelesen. Nur auf den ersten Blick keine Weihnachtsgeschichte, erzählt Oscar Wilde von einer besonderen Freundschaft - zwischen dem vergoldeten Prinzen, der Tränen weint, und der kleinen Schwalbe, die für eine Nacht sein Bote sein will.
Und zum Finale sorgt ein mörderischer Weihnachtskrimi für Gänsehaut.




  LITERARISCHE TAFELFREUDEN

Erlesene Zwischengänge

Sie planen ein Festessen zum runden Geburtstag, Jubiläum oder zur betrieblichen Weihnachtsfeier. Sie kreieren eine Menufolge zu Ehren einer saisonalen Köstlichkeit, eines besonderen Landstrichs oder Gott Amors. Die Gänge sind gewählt, die passenden Weine auch, die Gäste sind geladen – fehlen nur noch unsere Literarischen Tafelfreuden.
Je nach Anlass und Gästeschar lesen wir, solo oder im Duett und natürlich in Absprache mit Veranstalter und Küchenchef vor, zwischen und nach den Gängen, vor oder nach der Schlacht am Buffet allerlei Amüsantes, Kurioses und Prickelndes über das Essen und Trinken. Texte aus allen Jahrhunderten, die das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen.
Als Amuse gueule und/oder Nachspeise kommt die Erotik ins Spiel, wenn auch nur auf Papier….
Jede Lesung kann individuell nach Ihren Wünschen und Vorgaben erstellt werden und ist auch mit Musiker/n buchbar.




  UND DEM TOD SOLL KEIN REICH MEHR BLEIBEN

Ein musikalisch-literarisches Memento Mori

"Der Tod ist groß / Wir sind die Seinen lachenden Mundes / Wenn wir uns mitten im Leben meinen / wagt er zu weinen mitten in uns." dichtete Rainer Maria Rilke. Erich Kästner bringt es auf den Punkt: "Das ist das Verhängnis / zwischen Empfängnis und Leichenbegängnis / nichts als Bedrängnis."
Die Beschäftigung mit dem Tod, so viel ist gewiss, ist immer auch ein Nachdenken über das Leben. So sind sämtliche Texte in diesem mit einem Vers des Dichters Dylan Thomas überschriebenen Programm Bekenntnisse zum Leben. Gerade weil wir alle, wie es Luther formulierte, "zum Tode gefordert sind."
Texte aus der Bibel und dem Koran, von Epikur und Marc Aurel, Shakespeare, Gryphius, Gerhardt, Claudius, Montaigne, den Gebrüdern Grimm, Hölderlin, Mörike, Eichendorff, Busch, Else Lasker-Schüler und Robert Gernhardt sind hier versammelt, lustig, traurig, ironisch, philosophisch und religiös – und Trost spendend.

"Da genügte die klare Artikulation des Schauspielers, um das Publikum zum Innehalten anzuregen. Was die Worte nicht zu transportieren vermochten, ergänzte einfühlsam Alexandra Maas am Akkordeon."
Die Rheinpfalz, 4.3.2008




  DREH DICH NICHT UM (NEU!)

Eine musikalisch-literarische Meditation über die Angst (vor der Angst)

Angst ist ein sehr altes Gefühl, ähnlich wie Schmerz. Wir brauchen es, als einen die Sinne schärfenden Schutzmechanismus, um nicht in Gefahrensituationen zu geraten und um bei Bedrohungen angemessen zu reagieren. Angst verleiht Flügel, lautet ein deutsches Sprichwort...
In unserer Zivilisation wird Angst oft ein Dauerzustand, entwickeln sich Kontrollverluste oder Lähmungen bis hin zur Phobie. 426 wissenschaftlich anerkannte Phobien gibt es zur Zeit, bizarre wie die Panophobie, die Angst vor allem, oder so häufige wie die Agoraphobie, die Platzangst. Es gibt kein Gefühl, was so viele Gestalten annehmen kann wie die Angst.
Nur: nicht die Angst ist krankhaft, sondern deren Vermeidung. Der Angstforscher Wolfgang Schmidbauer sagt: " Wer gelernt hat, trotz seiner Ängste handlungsfähig zu bleiben, hat einen normalen Zustand erreicht. Wer auf ein Leben jenseits der Angst, auf eine Existenz ohne Schmerz und Verlust wartet, bleibt Gefangener seiner Ängste."
DREH DICH NICHT UM ist eine musikalisch-literarische Meditation über die Angst, mit Texten u.a. von Mascha Kaleko ("Jage die Angst fort und die Angst vor den Ängsten"), von Goethe, Gernhardt, Giese, Hebbel, Kafka, Jelinek und nicht zuletzt aus der Bibel ("In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden" ).

Sprecher: Madeleine Giese, Rainer Furch
Westpfälzischer Kammerchor
Leitung: Beate Stinski-Bergmann




ERSTENS: ICH BIN EIN WALISER.
ZWEITENS: ICH BIN EIN SÄUFER.
DRITTENS: ICH BIN EIN LIEBHABER DES MENSCHLICHEN GESCHLECHTS, BESONDERS DER FRAUEN.

Als der walisische Dichter Dylan Thomas 1953 während einer Vortragsreise kaum vierzigjährig in New York an einer Alkoholvergiftung starb, galt er bereits, zusammen mit T.S. Eliot und W.H. Auden,  als einer der großen und legendären  Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Sein von Extremen geprägtes Leben bewegt bis heute die Gemüter, sein Sprachzauber und -witz ebenso.
Im gottverlassenen Fischerdorf Laugharne lebte der chronisch geldknappe Dichter mit seiner Familie zuletzt, dort entstand auch sein weltberühmtes Hörspiel UNTER DEM MILCHWALD: "Es ist Frühling, mondlose Nacht in der kleinen Stadt, sternlos und bibelschwarz, und der geduckte Liebespärchen- und Kaninchenwald humpelt unsichtbar hinab zur schlehenschwarzen, zähen,  fischerbootschaukelnden See..."

Das bereits vom SWR aufgezeichnete musikalisch-literarische Portrait (Jazzgitarre: Uli Heim) macht in den kongenial von Erich Fried übersetzten Briefen, Gedichten Erzählungen sowie Auszügen aus Hörspielen und Dramen die ganze Bild- und Klangfülle dieses Dichters erfahrbar.
"Ein gutes Gedicht ist eine Gabe an die Realität. Die Welt ist nicht mehr die gleiche, wenn ihr einmal ein gutes Gedicht hinzugegeben wurde."

"Eine pralle, überbordende, betörend schöne Liebeserklärung an den genialen Poeten."
Saarbrücker Zeitung, 18.9.2008




  LIEBT MICH NICHT DER ICH BIN

Christian Morgenstern in Dur und Moll

Wenn ein Wiesel um des Reimes willen auf einem Kiesel sitzt, das Perlhuhn seine Perlen zählt, ein Seufzer Schlittschuh fährt und Hausschnecken Selbstgespräche führen, dann handelt es sich, so skurril wie klar und wohlbekannt, um die dichterische Welt von Christian Morgenstern (1871-1914).
Doch Galgenlieder, Palmström, Palma Kunkel waren nur die eine Seite "dieses tiefen Spaßmachers"(Kurt Tucholsky). Durch ein früh ausgebrochenes Tuberkuloseleiden zu einem dauernden Wanderleben zwischen Sylt und Meran gezwungen, war er nebenher Dramaturg bei Max Reinhardt in Berlin, übersetzte Ibsen und Strindberg ins Deutsche, schrieb fürs politische Kabarett und war, wie seine Bände "Melancholie" und "Wir fanden einen Pfad" bezeugen, gleichermaßen ein sehr ernster, fast philosophischer Poet.und Aphoristiker. Diesen neu und den Nonsens-Pionier wieder zu entdecken (aber auch den Briefeschreiber) verspricht dieses Programm. Die Klavierkompositionen stammen von Beethoven, Chopin, Hindemith, Prokofjew, Reger und Satie.

"Ein verblüffendes Portrait…wer glaubt, seinen Morgenstern zu kennen, der kann ihn hier neu entdecken."
Öffentlicher Anzeiger Bad Kreuznach, 14.2.2001




  MENSCH WERDEN IST EINE KUNST

Freiherr Friedrich von Hardenberg genannt Novalis (1772-1801)

`Literarische Sämereien´ sollten seine Werke sein. "Es mag freilich manches taube Körnchen darunter sein, indes, wenn nur einiges aufgeht." In der Tat wirkt vieles, was der schon mit 29 Jahren verstorbene Novalis niederschrieb, noch verblüffend aktuell und nachgerade revolutionär. Novalis ist bis heute der Inbegriff des romantischen Geistesabenteurers.

MENSCH WERDEN IST EINE KUNST ist ein schillerndes Portrait dieses Dichters der "Blauen Blume" aus Gedichten, Briefen, Roman- und Tagebuchauszügen sowie einer Auswahl seiner berühmten Blütenstaub-Fragmente.

"..und immer wieder erscheint uns dieser genialische, ver-rückte Novalis als unser Zeitgenosse. Mehr kann ein literarisches Portrait wahrlich nicht leisten."
Allgemeine Zeitung Mainz, 14.2.1998




  WENN DIE WEISSEN RIESENHASEN ABENDS ÜBERN RASEN RASEN

Die schönsten, lustigsten und verücktesten Gedichte für kleine (und große) Kinder aus vier Jahrhunderten hat der Schauspieler Rainer Furch vom Pfalztheater Kaiserslautern gesammelt und trägt sie in diesem poetischen Zauberprogramm vor: Rätselgedichte, Tiergedichte, Unsinnsgedichte, Gespenstergedichte und – Zaubergedichte natürlich. Zum Beispiel dieses:

Nimm Entenfedern, / Löwenzahn/ und einen Löffel Lebertran. / Sprich Hunke-/ munke-mops dabei/ und mische / einen dicken Brei./ Schmier dir / die Nasenspitze ein / und stell dich / in den Mondenschein. / Und schwebst du nun / nicht in die Nacht- / so hast du was / verkehrt gemacht.

Aber wie wird man eigentlich ein Zauberer und braucht man dafür heute immer noch ein Kaninchen und weiße Handschuhe?
Diesen und anderen magischen Frage geht der Zauberer Tobias Brutscher nach. Hierbei dürfen die jungen Zuschauer selbst aktiv werden und schwingen auch schon mal als Zauberlehrlinge den Zauberstab. Und Rainer Furch assistiert nicht nur mit gereimten Zaubersprüchen …
Tobias tritt seit vielen Jahren mit seinen Programmen für Kinder und Erwachsene auf und schlüpft hier in die Rolle eines Zauberers, der selbst noch nicht so ganz ausgelernt hat.




  WAS IHR WOLLT

Programm nach Wunsch

Jede Stadt und jeder Landstrich hat eine spannende Geschichte, geprägt von außergewöhnlichen Frauen und Männern. Einige sind noch in aller Munde, an andere erinnert nur noch ein Straßenname oder eine versteckte Gedenktafel.
Ob sie nun die Bekannten Neu- oder die Vergessenen Wiederentdecken wollen: Sie geben das Stichwort, wir gehen auf Spurensuche und erstellen ein Programm. Zehn Minuten lang oder zwei Stunden kurz, wie sie wollen.
Oder sie haben einfach nur Lust auf einen Strauß voller Frühlings- oder Herbstgedichte, wollen hören, was über den Wein, die Liebe und den Tod geschrieben steht, sind neugierig auf die Vita eines Staatsmanns, Erfinders, Bürgerrechtlers, Verbrechers.
Oder ihre Firma begeht ein Jubiläum, ihr Verein, ihre Gemeinde feiert runden Geburtstag, eine Tagung oder Konferenz steht an –
Sie geben das Stichwort und wir gehen auf die Textlese.




  SEMINAR: ATEM, STIMME, SPRACHE

Authentizität ist erlernbar

Nicht das Was sondern das Wie entscheidet. Jeder, der im Rampenlicht steht, ob gelegentlich oder regelmäßig, weiß das. Meist aus eigener, auch schmerzlicher Erfahrung. Ob Sie nun ein Produkt präsentieren, einen Vortrag halten oder einem einzelnen Kunden gegenüberstehen – es zählt Ihre berufliche Selbstdarstellung. Die kann man verbessern. Souveränität ist erlernbar.
Mittels einfacher, oft spielerischer Übungen, die konsequent aufeinander aufgebaut sind, lernen Sie Ihre eigenen Ausdrucksmittel, Körper und Stimme, kennen und bewusst einzusetzen. Denn nur dann sind Sie selbstsicher, kompetent und vor allem – authentisch. Lernen Sie Ihren natürlichen Atem und Ihre persönliche Stimmqualität kennen. Lernen Sie, klar und deutlich zu sprechen, ohne zu ermüden. Lernen Sie, Andere zu begeistern.

Programmpunkte:
Körpersprache
Sprechtechnik
Stimmbildung
Atemtechnik
Vom Ablesen zur freien Rede
Sprechen vor Anderen (Lampenfieber)
Freie Rede (praktische Übungen)
Steigerung der Redesicherheit
Standpunkte vertreten (Wie wirke ich auf andere?)
Präsentationstechniken
Improvisation
Bühnenerfahrung
Praxis der Rhetorik